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selbstmord

ich habe mir in letzter zeit wieder öfter gedanken zum thema selbstmord gemacht. also nicht das jemand jetzt denkt ich will mich umbringen, nein ganz im gegenteil. ich habe daraüber nachgedacht, wie es früher war, also ich solche gedanken hatte. wir haben auch in der schule über dieses thema gesprochen, und ich fand es sehr interessant, was andere darüber denken.

ich denke, dass viele menschen selstmordgedanken haben. aber es ist sehr unterschiedlich. es gibt menschen die sind vollkommen glücklich und auf einmal bricht alles zusammen und sie bringen sich um. andere hingegen waren nie glücklich, sie wissen nicht wie das ist. sie merken nur noch das es ihnen scheisse geht und daraus kommen sie nicht heraus, sondern es wird nur noch schlimmer. sie wissen nicht was sie tun sollen und verzweifeln. ich denke das beide varianten für einen menschen sehr schlimm sind. aber bei dem ersten fall, denke ich kann man einen menschen noch retten, wenn man sich beeilt. dort ist es nur so eine phase. man sieht nur noch das jetzt, und das ist grand sehr scheisse. beim zweiten fall, ist es ein längerer prozess, meist über jahre. zum beispiel wird man von anderen nicht akzeptiert, man hat keine freunde. die eltern wissen nicht was tun, oder bemerken es gar nicht. in so einem fall, ich zähle dazu auch mobbing, macht man sich als betrofene person sehr viele gedanken, wieso. wieso mögen sie mich nicht? das ist eine frage die einen sehr stark beschäftigt. oft leidet auch die konzentration in der schule oder am arbeitsplatz daran, weil man einfach in ständiger angst lebt, etwas falsch zu machen. man zieht sich dann völlig zurück, igelt sich ein. ich wurde in dieser zeit auch sehr schreckhaft. wenn irgenetwas unerwartetes geschehen ist oder ich einem vorgang nicht volgen konnte, erschrak ich, ich bekam panik und fing an zu zittern. ich brauchte immer lange bis ich mich beruhigt hatte. oft fanden meine mitschüler dies halt komisch und wollten nichts mit mir zutun haben. ich hatte und habe zum teil heute immer noch das gefühl, das ich einfach irgenwie total anders bin als andere. ich kann oft dinge, vorgehensweisen und angewohnheiten von anderen nicht verstehen. ich lebe irgendwie wie in einer anderen welt in die ich niemanden (oder nur sehr wenige) herein lasse eine eigenschaft von mir ist auch, dass ich immer andere mit meinem kram und meinen interessen volllabere. ich merke das an meiner familie, sie hören mir gar nicht mehr zu, weil es sie nicht interessiert oder sie es nicht verstehen. ich hingegen kann nicht verstehen, wieso es sie nicht interessiert oder sie es nicht verstehen, denn es ist doch interessant. aber ich glaube es ist genau diese eigenschaft, welche mich zum aussenseiter macht. denn menschen mit ähnlichen interessen, verstehen mich oft sehr gut, nur sind das sehr wenige.

als ich noch ein kind war, hatte ich wie schon gesagt, keine freunde. ich konnte nicht verstehen wieso. denn es ist eigentlich nicht so das ich sehr ruhig und schüchtern bin, nur, diese vorfälle haben mich dazu gemacht. anfangs der schulzeit, sagt mir meine mutter, sei ich sehr offen gewesen, ich bin auf die anderen kinder zugegangen, aber diese haben immer abgeblockt, sie wollten mich nicht. ich habe dann sehr bald aufgehört, zu den anderen zu gehen, ich spielte allein, verbrachte allein die pausen. es machte mir keinen spass mehr. ich wollte nicht mehr zur schule, ich wollte die anderen nicht mehr sehen. ich konnte mich dann auch nicht mehr konzentieren und hatte probleme in der schule. meine mutter musste mir nachhilfe geben. ich mag mich noch erinnern, wie ich jeden freitag nachmittag nach der schule zu ihr rauf ins zimmer bin. ihre schüler (sie hatte eine erste kleinklasse) waren um einiges jünger und kannten ausser mir nicht viele von den 'grossen'. ihre schüler haben sich immer auf mich gefreut. das waren die einzigen kinder von der schule die mich mochten, aber sie waren 3 jahre jünger als ich, das sind in diesem alter keine 'freunde'.

als es dann nach ein paar jahren nicht besser wurde machten sich auch meine eltern sorgen, jedoch unternahmen sie nichts. ich quälte mich in der schule ab, in ständiger angst jemand könnte mir etwas antun. ich hatte selbstmordgedanken weil ich nicht mehr wollte. ich wollte nicht mehr das mich andere mobben, ich wollte nur noch meinen frieden, meine ruhe, mein leben leben wie ich es wollte und nicht wie es die anderen sagten. aber das konnte ich nicht, ich sah keinen weg wie es gehen sollte. ich sah als einzigen weg den selbstmord. nachher wäre ich frei. jedoch habe ich es nie wirklich versucht, ich habe nur immer wieder davon gesprochen, doch nicht mal meine eltern haben darauf geachtet, alles haben es und mich ignoriert. jedoch machte es dies nicht besser.

eigentlich hörte dieses 'leben' erst auf als ich sarah als gute freundin gefunden habe. sie akzeptiert(e) mich so wie ich bin und war.

4.3.07 15:15, kommentieren

wenn eine last von einem abfällt. totale freiheit und dann einengung

in letzter zeit ist es öfters passiert, dass ich das gefühl hatte, es fällt eine last von mir ab. ich bin ein risiko eingegangen oder ich habe etwas geschafft, vondem ich erst nicht daran geglaubt hatte, dass ich es kann. dann, plötzlich war ich wie befreit. ich fühlte als könnte ich alles tun, wenn ich es nur richtig wollte. Es ist also würde ich fliegen. dann jedoch in einem ruhigeren moment, denke ich nach und merke, dass doch nicht alles möchlich ist. mir schiessen jeglich gedanken durch den kopf und alle wollen mir sagen: "du kannst nichts, du bist so hilflos!! vergiss es, lass es andere tun, aber nicht du. du bist schwach" wenn ich jetzt im nachhinein darüber nachdenke, kommt es mir sinnlos vor, und ich kann net verstehen, wieso ich diese gedanken überhaupt zugelassen habe. es hat doch keinen sinn, sich selbst so fertig zu machen. es ist aber auch net besser sich sooo frei zu fühlen. da macht man sich ilusionen. man sollte einfach auf dem boden stehen und sich gedanken darüber machen, was man jetzt für möglichkeiten hat. es ist aber gut, wenn man auch mal etwas riskiert.

es ist zwar immer ein sehr schönes gefühl, wenn eine last von einem abgefallen ist und das sollte meiner meinung nach auch ab und zu mal passieren. trotzdem sollte man sich desswegen nicht gerade auf wolke 7 reden. denn nach meinen erfahrungen, war es danach meist ein rückschritt. ich war zuerst sehr befreit, jedoch verschloss ich mich danach total und es war noch schlimmer als am anfang. wenn das passiert war es wohl eher contraproduktiv. solche situationen sollte man bei gelegenheit meiden.

ich weiss von mir, dass ich durch meine schwierige kindheit, und jugend, in meiner charakterentwicklung zu einem sehr verschlossenen mensch geworden bin.i ich versuche nun seit etwa 2,5 jahren diese verschlossenheit zu brechen und mein selstwertgefühl und selstvertrauen stark zu steigern. in dem ich eben ab und zu auch mal ein risiko eingehe. mir ist jedoch bewusst, dass dieser prozess sehr lange dauert. das geht nicht über nacht. mein ziel ist es ein selbstsicherer, selbstbewusster und charakterstarker mensch zu werden. ich merke durch diese kleinen fortschritte sehr stark wie mich die menschen in meiner umgebung auch akzeptieren und respektieren.

mir ist es in den letzten jahren auch öfters mal passiert, dass ich menschen begegne, welche ich ich von früher kenne (aus meiner kindheit, jugend), diese leute, auch wenn sie mich nicht mal ansprachen,  begegneten mir mit respekt und nicht mehr wie einem kleinen hilflosen etwas, auf dem man herumhacken kann. das schätze ich sehr und es bestätigt mir meinen fortschritt! meinen guten umgang mit diesen 'freien' momenten.

1 Kommentar 29.3.07 16:59, kommentieren